Siebenstündiger Impfmarathon in den Delme-Werkstätten

12.03 2021

165 Beschäftigte mit Behinderung und 55 Mitarbeitende der Delme-Werkstätten wurden von einem Impfteam des DRK Delmenhorst am Donnerstag, den 11. März 2021, in der Zeit von 8.30 bis 15.30 Uhr in der Richtstraße geimpft. So viele Personen hatten im Vorfeld ihre Einwilligung gegeben, sich mit dem Impfstoff von Astra Zeneca impfen zu lassen. Auf diese Weise konnten vor allem die Menschen mit Beeinträchtigung zeitgleich und zentral an einem für sie vertrauten Ort ihre erste Impfdosis erhalten. Beschäftigte mit geistiger oder psychischer Behinderung sowie Mitarbeitende von Einrichtungen der Eingliederungshilfe gehören zur Impf-Priogruppe 2.

Alle Beschäftigten hatten an diesem Tag an viele Unterlagen zu denken und diese mitzubringen: Ausweis, Impfausweis, Anamnesebogen, Einverständniserklärung und Aufklärungsblatt. Die wichtigsten Unterlagen hatten die Verwaltungskräfte und Sozialdienste der Delme-Werkstätten im Vorfeld vorbereitet und verschickt, ein hoher logistischer und administrativer Aufwand. Während die Verwaltungskräfte in Delmenhorst an diesem Morgen den Empfang übernahmen, regelte das fünfköpfige Impfteam vom Deutschen Roten Kreuz das Weitere. Nach dem Fiebermessen und Einscannen eines QR-Codes wurden alle Beschäftigten in einem Gespräch noch einmal zu Vorerkrankungen befragt und über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt. Danach war das Impfen an sich nur noch ein kurzer Akt.

Dass das Impfen an diesem Tag in den Delme-Werkstätten und damit einfach am Arbeitsort für die Beschäftigten mit Behinderung passieren konnte, liegt daran, dass die Geschäftsführung der Delme-Werkstätten diese im Sinne der Klient:innen als Impfzentrum angeboten hatte. Die Bemühungen darum laufen seit Anfang des Jahres für die insgesamt 15 Standorte in Delmenhorst, Ganderkesee und im Landkreis Diepholz. Im Falle der drei Standorte in Delmenhorst, davon zwei in der Richtstraße und einer in der Butjadinger Straße, hat die Geschäftsführung den Impftermin gemeinsam mit dem von der Stadt Delmenhorst beauftragten DRK organisiert.

Damit an diesem Tag alles möglichst reibungslos klappte, war im Vorfeld ein hoher logistischer und administrativer Aufwand gefragt: Informationsschreiben wurden verschickt, Einverständniserklärungen eingeholt, die Teilnehmenden gelistet, die Arbeitsabläufe der Delmenhorster Delme-Werkstätten komplett umgestellt und die Räumlichkeiten der Werkstatt in der Richtstraße zum Impfzentrum umfunktioniert. Die Organisation hat so gut geklappt, dass sich das DRK-Impfteam bei seiner Ankunft von der guten Vorbereitung, den Impf-Räumlichkeiten und der Versorgung in der Delme sehr beeindruckt zeigte.

Geimpft wurden an diesem Tag die Beschäftigten aller drei Delmenhorster Standorte. Auch Beschäftigte, die aufgrund von COVID-19 derzeit eigentlich nicht arbeiten, kamen an diesem besonderen Tag zum Impfen in die Werkstatt. Ein Teil der Beschäftigten war an diesem Tag aber auch ganz regulär tätig, weil sie bereits in der letzten Woche in ihrem Wohnheim, zum Beispiel von der Lebenshilfe Delmenhorst und Landkreis Oldenburg, das erste Mal geimpft worden waren.

Delme-Geschäftsführerin Nahid Chirazi hofft, dass nach dem guten Beispiel von Delmenhorst auch an den anderen Standorten Impfungen durchgeführt werden: „Wir sind sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem DRK in Delmenhorst! Für unsere Werkstatt in Ganderkesee haben wir mit dem örtlichen Gesundheitsamt ebenfalls schon Impftermine vereinbart. Es wäre schön, wenn wir dies so auch im Landkreis Diepholz umsetzen könnten. Ich denke, es ist für alle Beteiligten positiv, wenn in so kurzer Zeit an einem Ort Menschen geimpft werden können, die durch ihre Behinderung, Vorerkrankungen oder durch ihre Arbeit einem besonders hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.“

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